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„Energie für die Zukunft“ – Technik kurz erklärt

Ist Wasserstoff eine „Energiequelle“ oder ein „Energieträger“? Was versteht man unter Kompressoraufladung und was unter Ladeluftkühlung? Das Vokabular zur nachhaltigen Mobilität ist komplex und oftmals kompliziert. Im folgenden kleinen „Nachhaltigkeits-Navigator“ finden Sie die wichtigsten Fachbegriffe zur DaimlerChrysler-Initiative „Energie für die Zukunft“ kurz erklärt.

Aufladung: Ein Verfahren zur Leistungssteigerung des Verbrennungsmotors. Dabei verdichtet eine zusätzliche Arbeitsmaschine (z. B. Kompressor, Turbolader) die für den Verbrennungsprozess benötigte Luft vor, sodass dem Motor eine größere Luftmasse zugeführt werden kann. Gleichzeitig kann die dem Motor zugeführte Kraftstoffmasse erhöht werden mit dem Ergebnis, dass Drehmoment und Leistung ansteigen. Auf diese Weise können ohne Leistungsverlust im Hubraum kleinere Motoren eingesetzt und so der Kraftstoffverbrauch gesenkt werden.

Brennstoffzelle: Aggregat, in dem Wasserstoff und Sauerstoff kontrolliert zu Wasser reagieren. Bei der Reaktion entstehen Wärme und elektrische Energie.

BTL „Biomass-To-Liquid“: Synthetische Kraftstoffe, zu deren Herstellung alle Arten von Biomasse als Ausgangsstoff genutzt werden können.

Energieträger: Zu den Energieträgern zählen Kohle, Erdgas oder Erdöl. Auch Wasserstoff ist ein Energieträger, der in der Natur vor allem in gebundener Form als Wasser vorkommt und daher erst hergestellt werden muss. Die Verwendung von Wasserstoff macht bei gesamtenergetischer Betrachtung nur dann Sinn, wenn er regenerativ erzeugt wird. In Frage kommt hierbei die Wasserstofferzeugung mittels Elektrolyse mit Strom, der aus Wasser- oder Windkraft oder auch Solarenergie oder Erdwärme erzeugt wird oder eine Wasserstofferzeugung aus Biomasse.

F-Cell: Nachfolger der NECAR-Fahrzeuge auf Basis der Mercedes-Benz A Klasse. 60 dieser Pkw befinden sich derzeit weltweit im Flottentest bei Kunden. Die Erfahrungen aus diesem Versuch fließen direkt ein in die Entwicklung der künftigen Brennstoffzellenfahrzeuge von DaimlerChrysler.

GTL „Gas-To-Liquid“: Bezeichnung für synthetische flüssige Kraftstoffe, die aus Erdgas gewonnen werden. GTL-Dieselkraftstoff ist schwefelfrei und enthält keine aromatischen Kohlenwasserstoffe.

Homogene Verbrennung: Insbesondere beim Diesel wird durch die sehr gleichmäßige Verteilung von Kraftstoff und Luft im Brennraum eine gleichmäßige Verteilung der Temperatur erzielt und so die Entstehung von Stickoxiden und Rußpartikeln vermieden. Ein homogenes Kraftstoff-Luft-Gemisch erreichen die Forscher von DaimlerChrysler durch Feinabstimmung von Kraftstoffeinspritzung und Luftbewegung im Brennraum.

Hybrid: Als Hybridantrieb wird die Kombination von zwei oder mehreren unabhängigen Antriebseinheiten (z. B. Verbrennungsmotor und Elektromotor) bezeichnet. Durch das Betreiben des Elektromotors als Generator kann während der Brems- und Verzögerungsphasen des Fahrzeuges eine Rückgewinnung von Energie erfolgen, die in einer Batterie zwischengespeichert wird. Dadurch lassen sich vor allem in innerstädtischen Bereichen bei häufiger Stop-and-Go-Fahrt deutliche Verbrauchseinsparungen erzielen.

Injektoren: Leistungsfähige Ventile, die den Einspritzbeginn und die Kraftstoffmenge für jeden Brennraum einzeln bedarfsgerecht regeln. In den modernen Motoren von DaimlerChrysler übernehmen spezielle Aktuatoren (Piezokristalle) die Steuerung der Einspritzdüsen. Fließt Strom, dehnt sich das Piezoelement sehr schnell aus und erzeugt dadurch eine Einspritzung. Bedingt durch die schnelle Reaktion der Piezoelemente lassen sich in sehr kleinen Zeitabständen viele, sehr präzise Einspritzungen realisieren. Dadurch werden die Gemischbildung verbessert und die Emissionen reduziert.

Kaltstartfähige Brennstoffzelle: Lange Zeit galt die unzureichende Startfähigkeit der Brennstoffzelle bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt als größtes Hindernis auf dem Weg zur Markteinführung der Technologie: Das Vereisen der Brennstoffzelle schädigte die empfindlichen Elektroden und verhinderte zudem die weitere Gasversorgung der Brennstoffzellen-Stacks, so dass die Stromerzeugung umgehend zum Erliegen kam. 2004 gelang DaimlerChrysler der Durchbruch: Durch den Einsatz neuer Materialien und eine gezielt veränderte Elektrodenstruktur kann Wasser am Ort der Umsetzung von Wasserstoff und Sauerstoff nun nicht mehr zu Eis gefrieren. So lassen sich DaimlerChrysler Brennstoffzellen-Fahrzeuge künftig bei Temperaturen von bis zu 20 °C starten.

Kohlendioxid-Neutralität: Die Pflanzen nehmen beim Wachstum CO2 aus der Luft auf. Bei der Verbrennung von BTL gelangt kein zusätzliches, aus fossilen Erdölquellen stammendes CO2 in die Atmosphäre. Die CO2-Bilanz der Atmosphäre bleibt neutral; der Kreislauf ist geschlossen.

Ladeluftkühlung: Die modernen CDI-Motoren von DaimlerChrysler sind serienmäßig mit einer Ladeluftkühlung ausgestattet, die den Auflade-Effekt zusätzlich verbessert. Der Ladeluftkühler kühlt die verdichtete Luft aus dem Kompressor. Das Prinzip: Kalte Luft verbraucht weniger Volumen als warme Luft, daher gelangt in gleicher Zeit mehr zu den Einlassventilen. Für die Kühlung sorgt der Fahrtwind bzw. das Kühlwasser des Motors.

Regenerative Energien: Erneuerbare Energie aus Wind- und Wasserkraftwerken, Erd- und Solarwärmeanlagen, Solarzellen oder Biomasse.

SunDiesel: Von DaimlerChrysler und VW benutzte Bezeichnung für synthetische Kraftstoffe, die in einem speziellen Verfahren aus Biomasse hergestellt werden. Sie sind chemisch sehr rein und verbrennen deshalb schadstoffarm. Zudem sind sie weitgehend CO2-neutral, da das beim Verbrennen freigesetzte Kohlendioxid zuvor von den Pflanzen aus der Luft entnommen wurde.

Wasserstoff: Energieträger für Brennstoffzellenfahrzeuge. Kann mit Hilfe von regenerativer Energie weitgehend CO2–neutral erzeugt werden

 

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